Begegnungen

Wir gehen auf Tuchfühlung.

In dieser Rubrik lassen wir Personen zu Wort kommen, die uns inspirieren und veröffentlichen Portraits sowie Interviews. Bei Pillow Talks geht es nicht nur ums Reden, sondern auch ums Zuhören und Voneinander-Lernen.

“Wir begegnen uns in unseren Gemeinsamkeiten und wachsen an unseren Unterschieden” (Virginia Satir, Psychologin).

Vor(schnelle) Urteile

Ich habe Vorurteile. Ja, richtig gelesen.Und das, obwohl ich viele meiner Texte schreibe, um Statements gegen Rassismus oder Sexismus zu setzen. Um Vorurteile zu überholen. Klären wir vielleicht erst einmal die Frage, über welche Vorurteile ich überhaupt spreche:

Meine letzte Reise hat mich nach Marokko geführt. Ich war schon öfters außerhalb von Europa, doch es war das erste Mal, dass ich in einem arabischen Land unterwegs war. Da der Trip relativ spontan war, habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht, was mich erwarten würde. Wenn ich Freund*innen und Familienmitgliedern erzählte, dass ich nach Marokko reisen würde, hörte ich Sätze wie

„Mit dir als Frau wird niemand sprechen. Stell dich schon einmal darauf ein, dass dein Freund gefragt wird, was du essen möchtest.“

Ein Pillow Talk von Paula.

Beitrags-Archiv

Drahtfiguren haben warme Augen

Während ich überlege, welche großen besonderen Aufeinandertreffen es in meinem Leben bisher gab, drehe ich eine Runde um den Block, in der Hoffnung mich an einen solchen Moment zu erinnern. Die meisten Menschen, denen ich begegne, schauen mich nicht einmal an. Ab und zu hebt doch jemand den gestressten Blick und ich blicke in leere, kühle Augen. Plötzlich taucht ein anderes Paar Augen in meiner Erinnerung auf. Warme Augen.

Wem du in jedem Hostel begegnest

Ich war endlich wieder allein reisen. Eine Woche lang im alternativ angehauchten Yoga-Surf-Camp auf Teneriffa. Damit ist schon vorweggenommen, dass ich nicht wirklich allein war: Ich habe viele dieser interessanten Menschen getroffen, die man beim Reisen halt so trifft.

Mehr oder weniger allein auf Reisen – das ist dieses Lebensgefühl von alternativ-sein, „anders als die Anderen“. Doch so unterschiedlich jeder „Weg zu sich selbst“ aussieht, es gibt Typen von Alleinreisenden, die ich bisher in jedem Hostel getroffen habe:

Tschüss Opa

Ab dem Tag, an dem wir auf diese Welt geboren werden, bewegen wir uns auf den Tag zu, an dem wir sie wieder verlassen müssen. Zunächst mit kleinen, vorsichtigen Babyschritten, später mit mutigem, zielstrebigem Schritt und schließlich auf gebrechlichen, wackeligen Beinen. Bereits wenn wir unsere Geburtsurkunde erhalten, ist auf der Rückseite – symbolisch gesprochen – die Sterbeurkunde. Doch wird der Tod zumindest im alltäglichen Leben der westlichen Welt kaum thematisiert. Wir blenden unsere Sterblichkeit so gut es geht aus – bis wir ihr nicht mehr ausweichen können. 

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