Bettgeschichten

Wir schauen unter die Bettdecke.

Hier gehen wir mit intimen Fragen, geheimen Fantasien und Tabuthemen ins Bett. 

Wir werfen einen feministischen Blick auf Sexualität, hinterfragen Rollenbilder und Schönheitsideale, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bettgeschichten sollten von selbstbestimmtem Sex und zwanglosen Genderidentitäten handeln, finden wir. Noch ist diese (Kissen-)Schlacht nicht gewonnen. 

Quality Time

„Wenn ich meine Termine nicht nach seinem Kalender richten würde, würden wir uns gar nicht mehr sehen“, beschwerte sich letzte Woche eine Arbeitskollegin bei mir. Ihr Freund sei momentan so in seine Arbeit vertieft sei, dass die gemeinsame Zeit viel zu kurz kommen würde. „Und gleichzeitig fühle ich mich total anhänglich, wenn ich ihn bitte, sich mehr Zeit zu nehmen. Als würde ich klammern.“

Kommt euch bekannt vor? Mir schon: In meinem Freundeskreis, in meinen eigenen Beziehungen und in Büchern ist mir die dahinterliegende Frage schon häufig begegnet: Warum haben Er und Sie* oft unterschiedliche Vorstellungen davon, wie viel Quality Time zu zweit eine glückliche Beziehung braucht?

Ein Pillow Talk von Paula.

Beitrags-Archiv

Mojito-Feminismus

Noch zwei Möchtegern-Influencerinnen, die sich Feminismus in ihre Insta-Bio schreiben.

Es hat diverse feministische Bücher und Insta-Accounts gebraucht, bis ich realisiert habe, was für ein absurdes Rollentheater Sex oft ist und dass auch ich meine (sexuellen) Bedürfnisse entsprechenden Erwartungen untergeordnet habe. Doch wenn ich ehrlich bin, ist es für mich immer noch normaler, wenn ich nicht zum Orgasmus komme, als wenn „ich ihn nicht zum Ende bringe“.  Sage ich manchmal nicht direkt, wenn eine Stellung unangenehm für mich ist. Spiele ich gerne mit meinen sexuellen Reizen, aber achte immer auch darauf, nicht schlampig zu wirken.

Talk Dirty to Me

„Dreckige Schlampe. Billiges Flittchen.” Niemals würde ich so respektlos mit mir reden lassen. Respekt ist für mich das A&O in Beziehungen. In Freundschaften. Beim Sex. Vielleicht weil eine gesunde Selbstachtung meines Erachtens damit einhergeht, dass man auch von seinen Mitmenschen erwartet, mit Respekt behandelt zu werden. Allerdings mit einer Ausnahme. Es gibt Momente, in denen Respektlosigkeit verführerisch ist. Wehrlosigkeit erotisch.

Ich rede von kleinen Machtspielchen beim Sex. Manchmal habe ich mich danach schlecht gefühlt. Ich habe mich gefragt, ob mein Respekt vor mir selbst, vielleicht doch nicht so groß ist, wie ich immer dachte. Selbstliebe und Erniedrigung?! Emanzipiert sein und in die unterwürfige Rolle schlüpfen?! Wie geht das zusammen?

Kissenschlacht in Unterwäsche

s nicht? Du erzählst einem Freund oder auch nur einem beliebigen männlichen Wesen davon, dass am Wochenende Mädelsabend angesagt ist. Und er reagiert mit einem anzüglichen: „Uh, schick mir Fotos, wenn ihr ‘ne Kissenschlacht in Unterwäsche macht.“ Sexismus hin oder her – ich schmunzele bei derlei Aussagen jedes Mal, weil ich weiß, wie weit die Nächte mit meinen Girls von fliegenden Federn und Spitzenunterwäsche entfernt sind. Deswegen folgt hier möglicherweise eine kleine Desillusionierung.

Starke unabhängige Stadtfrauen

Vor ziemlich genau zwei Jahren sind Alex und ich zusammengezogen. Ein Umzug gehört zu diesen Momenten, an denen Menschen gerne sagen „Ab jetzt wird alles anders“. Neue Wohnung, neues Ich. Wir haben uns damals gesagt „Wir werden jetzt starke, unabhängige Stadtfrauen“. Das war natürlich kein allzu ernst gemeinter Vorsatz, sondern eher ein kleiner Insider-Joke zweier bester Freundinnen. Dennoch war es das Motto unserer ersten Monate in der neuen WG: Die eine hatte sich gerade von ihrer Jugendliebe getrennt und wollte nun wissen, wie es sich als Single in der Großstadt so lebt. Die andere hatte die Suche nach Mr. The-One-and-Only aufgegeben und Geschmack an lockeren, unverbindlichen Dates gefunden. Tinder. Urlaubsaffären. Bloß nichts Festes. Unabhängig waren wir in diesem Sommer. 

Niemand steht auf Arschlöcher

„Ich suche mir immer Typen, die sich wie Arschlöcher verhalten.“ Erst neulich habe ich mit einer Freundin wieder ewig lange Sprachnachrichten ausgetauscht, weil sie frustriert von ihrem eigenen Männer-Geschmack war. Flirten, Aufmerksamkeit und Komplimente entgegengebracht bekommen – bis Frau sich traut, echtes Interesse zu zeigen. Plötzlich wie ein altes, abgenutztes Spielzeug mit Missachtung gestraft werden. Dann Selbstzweifel und auf Nachrichten von ihm warten. Hier und da mal wieder ein Häppchen Zuwendung zugeworfen bekommen, damit Frau das Interesse nicht verliert, ihm weiter hinterherrennt und er sich bestätigt fühlt. Arschloch! 

Tagelose Tage

Vor zwei Monaten blieb meine Periode plötzlich aus. Seit ich mit der Hormonspirale verhüte, kommen meine Tage gerne mal etwas unregelmäßig, deshalb beunruhigten mich die sauberen Unterhosen zunächst nicht allzu sehr. Außerdem hatte meine Frauenärztin mir erklärt, dass bei vielen Frauen mit Hormonspirale die Regelblutung nach einiger Zeit ganz ausbleibt. Nach 40 tagelosen Tagen machte ich sicherheitshalber doch einen Schwangerschaftstest. Wie erwartet – negativ.

Ich machte mir keine Sorgen mehr, schwanger zu sein, doch etwas, das ich zunächst nicht in Worte fassen konnte, verunsicherte mich weiterhin…

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