Quality Time

„Wenn ich meine Termine nicht nach seinem Kalender richten würde, würden wir uns gar nicht mehr sehen“, beschwerte sich letzte Woche eine Arbeitskollegin bei mir. Ihr Freund sei momentan so in seine Arbeit vertieft sei, dass die gemeinsame Zeit viel zu kurz kommen würde. „Und gleichzeitig fühle ich mich total anhänglich, wenn ich ihn bitte, sich mehr Zeit zu nehmen. Als würde ich klammern.“

Kommt euch bekannt vor? Mir schon: In meinem Freundeskreis, in meinen eigenen Beziehungen und in Büchern ist mir die dahinterliegende Frage schon häufig begegnet: Warum haben Er und Sie* oft unterschiedliche Vorstellungen davon, wie viel Quality Time zu zweit eine glückliche Beziehung braucht?

Niemand steht auf Arschlöcher

„Ich suche mir immer Typen, die sich wie Arschlöcher verhalten.“ Erst neulich habe ich mit einer Freundin wieder ewig lange Sprachnachrichten ausgetauscht, weil sie frustriert von ihrem eigenen Männer-Geschmack war. Flirten, Aufmerksamkeit und Komplimente entgegengebracht bekommen – bis Frau sich traut, echtes Interesse zu zeigen. Plötzlich wie ein altes, abgenutztes Spielzeug mit Missachtung gestraft werden. Dann Selbstzweifel und auf Nachrichten von ihm warten. Hier und da mal wieder ein Häppchen Zuwendung zugeworfen bekommen, damit Frau das Interesse nicht verliert, ihm weiter hinterherrennt und er sich bestätigt fühlt. Arschloch!