Quality Time

„Wenn ich meine Termine nicht nach seinem Kalender richten würde, würden wir uns gar nicht mehr sehen“, beschwerte sich letzte Woche eine Arbeitskollegin bei mir. Ihr Freund sei momentan so in seine Arbeit vertieft sei, dass die gemeinsame Zeit viel zu kurz kommen würde. „Und gleichzeitig fühle ich mich total anhänglich, wenn ich ihn bitte, sich mehr Zeit zu nehmen. Als würde ich klammern.“

Kommt euch bekannt vor? Mir schon: In meinem Freundeskreis, in meinen eigenen Beziehungen und in Büchern ist mir die dahinterliegende Frage schon häufig begegnet: Warum haben Er und Sie* oft unterschiedliche Vorstellungen davon, wie viel Quality Time zu zweit eine glückliche Beziehung braucht?

Mojito-Feminismus

Noch zwei Möchtegern-Influencerinnen, die sich Feminismus in ihre Insta-Bio schreiben.

Es hat diverse feministische Bücher und Insta-Accounts gebraucht, bis ich realisiert habe, was für ein absurdes Rollentheater Sex oft ist und dass auch ich meine (sexuellen) Bedürfnisse entsprechenden Erwartungen untergeordnet habe. Doch wenn ich ehrlich bin, ist es für mich immer noch normaler, wenn ich nicht zum Orgasmus komme, als wenn „ich ihn nicht zum Ende bringe“.  Sage ich manchmal nicht direkt, wenn eine Stellung unangenehm für mich ist. Spiele ich gerne mit meinen sexuellen Reizen, aber achte immer auch darauf, nicht schlampig zu wirken.