El Arte no se valora

Ich bin für eine Weile in Costa Rica und helfe hier in einem Zirkusprojekt. Wieso, weshalb, warum ist für die allermeisten wohl weniger interessant, deswegen skippe ich diesen Part und komme direkt zum Thema dieser Kolumne: Kunst. 

Während ich in meiner Bubble zuhause vor allem mit Menschen zu tun habe, die studieren oder in einem Ausbildungsberuf arbeiten, bin ich hier täglich umgeben von Künstler*innen:

Mono, der wenn die Ampel auf Rot springt, mit seinem Einrad und seinen Jonglage-Keulen in die Mitte der Kreuzung tänzelt und sich damit ein paar Colones verdient. …

La Pura Vida

Das Leben einfach fließen lassen und den Dingen nachgehen die im Alltag auf der Strecke bleiben. Yoga, Meditation, Kunst, Bücher lesen, Me-Time und Quality-Time mit meinem Partner. So stellte ich es mir vor. „Das pure Leben“. Seit Anfang des Jahres träumten mein Freund und ich davon, gemeinsam auf große Europareise zu gehen. Um genau zu sein – zu fahren, denn wir beide steckten eine Menge Zeit, Liebe und Energie in einen Mercedes Sprinter und ackerten uns ein halbes Jahr lang den Arsch wund, um im Sommer das beliebt gewordene „VANLIFE“ leben zu können. Dabei bewegten wir uns zwischen euphorisierenden Erfolgserlebnissen und niederschmetternden Rückschlägen. Die Zeit war geprägt von Tränen der Freude und manchmal auch von Tränen der Überforderung. Im Juli war es dann endlich soweit. Aus einem Sprinter wurde ein Zuhause. Wir ließen Familie, Freund*innen und Routinen hinter uns und stürzten uns ins Abenteuer. 

Pause machen

Ich bin im Urlaub. Zum ersten Mal seit dem viel zu langen Corona-Winter habe ich mit gepacktem Rucksack eine Grenze überquert. Und dabei gemerkt, wie wichtig es doch ist: Abstand zu nehmen. Pause zu machen.