Tagträume

Wir lassen unserer Kreativität
freien Lauf.

Wir sind keine Fans von Schubladendenken – egal, ob sich das auf andere Menschen oder unsere Texte bezieht.

Diese Seite lebt von ihrer bunten Mischung, irgendwo zwischen lebendigen Erinnerungen und kreativen Gedankengängen. Zwischen federleichten Texten und melancholischem Gedankenschweifen.

sdr

El Arte no se valora

Ich bin für eine Weile in Costa Rica und helfe hier in einem Zirkusprojekt. Wieso, weshalb, warum ist für die allermeisten wohl weniger interessant, deswegen skippe ich diesen Part und komme direkt zum Thema dieser Kolumne: Kunst. 

Während ich in meiner Bubble zuhause vor allem mit Menschen zu tun habe, die studieren oder in einem Ausbildungsberuf arbeiten, bin ich hier täglich umgeben von Künstler*innen:

Mono, der wenn die Ampel auf Rot springt, mit seinem Einrad und seinen Jonglage-Keulen in die Mitte der Kreuzung tänzelt und sich damit ein paar Colones verdient. …

Ein Pillow Talk von Paula.

Beitrags-Archiv

Gute Laune To Stay

Ich hätte nie gedacht, dass es mich so glücklich macht, Menschen an Tischen vor Cafés sitzen zu sehen. Menschen, die sich unterhalten. Menschen, die Kaffeetrinken und dabei ein Buch lesen. Kellner, die geschäftig umherlaufen. Große Eisbecher. Kleine Teller mit überteuerten Speisen. Die normalsten Dinge der Welt. Die sich nach Monaten des Lockdowns noch unwirklich anfühlen, wie ein Traum.

Da müsste Musik sein

Ich gehe an einem Mann mit langen Rastas vorbei, der allein auf einer Bank sitzt. Vor sich eine riesige JBL Box. Lauter Raggae tönt mir entgegen. Ein breites Lächeln im Gesicht. Als nächstes eine Gruppe Jugendlicher, die ihre Musik direkt vom Handy spielt. Das, was mir dort in schrecklicher Ton-Qualität entgegenscheppert, klingt verdächtig nach Deutsch-Rap. Wenige Meter weiter eine Bar, die einen meiner Lieblingstracks von Klangkarussel spielt. „Dancin‘ to the sun“ in Endlosschleife. „Da müsste Musik sein!“, denke ich. Nicht nur abends am Kanal, sondern auch in den Unis und Bürogebäuden dieser Stadt. Noch eine Woche zuvor war ich auf den Kanaren im Urlaub gewesen. Dort konnte ich kaum einen Schritt gehen, ohne dass mich rhythmischer Reggaeton aus großen, kleinen, lauten oder leisen Boxen verfolgte.

Höher, Weiter, Schneller

Es ist kein halbes Jahr her, da saßen wir alle zuhause und sehnten uns schmerzlich danach, dass es wieder Leben auf den Straßen, in den Restaurant und Cafés geben würde. Die Vorstellung, sich auf ein Glas Wein in einer Bar zu treffen, schien so weit weg, als wäre es etwas Besonderes, einen unbeschwerten Abend mit Freund*innen verbringen zu dürfen. In der Zeit des Lockdowns haben viele realisiert, dass es genau das ist – Besonders. Ich habe mir damals vorgenommen, dankbar für jeden Café-Besuch, jeden Ausflug und jede noch so kleine WG-Party zu sein, sobald das alles wieder möglich wäre.

La Pura Vida

Das Leben einfach fließen lassen und den Dingen nachgehen die im Alltag auf der Strecke bleiben. Yoga, Meditation, Kunst, Bücher lesen, Me-Time und Quality-Time mit meinem Partner. So stellte ich es mir vor. „Das pure Leben“. Seit Anfang des Jahres träumten mein Freund und ich davon, gemeinsam auf große Europareise zu gehen. Um genau zu sein – zu fahren, denn wir beide steckten eine Menge Zeit, Liebe und Energie in einen Mercedes Sprinter und ackerten uns ein halbes Jahr lang den Arsch wund, um im Sommer das beliebt gewordene „VANLIFE“ leben zu können. Dabei bewegten wir uns zwischen euphorisierenden Erfolgserlebnissen und niederschmetternden Rückschlägen. Die Zeit war geprägt von Tränen der Freude und manchmal auch von Tränen der Überforderung. Im Juli war es dann endlich soweit. Aus einem Sprinter wurde ein Zuhause. Wir ließen Familie, Freund*innen und Routinen hinter uns und stürzten uns ins Abenteuer. 

Chaos

Manchmal fühlt sich mein Leben an, als würde ich beim Autofahren die Augen zumachen und einfach hoffen, dass ich keinen größeren Unfall baue. 

Manchmal wäre ich gerne einer dieser gut sortierten, geordneten Menschen, bei denen Pläne so laufen, wie sie mal gedacht waren. Die Tage eine Struktur haben und die Wohnungen aufgeräumt sind. Bei denen alles seinen Platz hat. Einer dieser Menschen, die ihre To Do Listen nicht nur schreiben, sondern tatsächlich abarbeiten.

Traumberuf Allesarbeiterin

Als ich etwa neun Jahre alt war, hieß mein Lieblingsspiel „Allesarbeiterinnen“. Die Spielregeln waren einfach: Meine beste Freundin und ich saßen in unserem Büro (mein Kinderschreibtisch) und empfingen Anrufe auf dem alten Schnurtelefon meiner Großmutter. Die Anrufer*innen waren Auftraggeber, die uns zufälligerweise immer genau den Job vorschlugen, zu dem wir gerade Lust hatten. So schrieben wir Artikel für wichtige Zeitungen, organisierten große Events, setzten uns für den Tierschutz ein. Warum für einen Beruf entscheiden, wenn wir alles sein konnten?
Masterstudiengängen auseinandersetze. Die Bachelorarbeit in Psychologie nun endlich abgegeben, stellt sich erneut die große Frage „Was will ich eigentlich werden?“ 

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