Kreativ mit Anlauf

Ein Pillow Talk von Alex

Ich schreibe seit meiner Kindheit. Was früher Kurzgeschichten für meine Familie waren, sind heute Blogbeiträge, in Notizhefte gekritzelte Buchideen und Texte, mit denen ich ein bisschen Geld verdiene. Mein Tagebuch ist mit Ausnahme von ein paar Monaten seit 2010 vollständig. Über ein Jahrzehnt mittlerweile. Wahnsinn!

Im letzten Monat habe ich nicht geschrieben. Nicht auf diesem Blog, nicht in mein Tagebuch. Keine Gedanken, keine Zitate, keine Ideen.

Es gab kein dramatisches Ereignis in meinem Leben, das diese kleine Blockade hervorgerufen hat. Doch ich merke grade mehr als zuvor, wie sehr der Alltag meine Kreativität einschränkt. Ich habe nicht aufgepasst und keinen Raum gelassen für all die Worte, die zu Papier gebracht werden wollen. Hatte keine Lust, mich hinzusetzen und noch in die Tasten zu hauen, nachdem ich den ganzen Tag schon damit verbracht hatte, dies für die Bachelorarbeit zu tun. Es kam mir so vor, als müsste ich zu viel Energie dazu aufwenden, um zu schreiben. Ich war antriebslos und habe es deshalb einfach sein gelassen.

Kreativität sollte keine Energie kosten, sondern welche schenken. Sie sollte Spaß bringen, beruhigend sein, für einen Ausgleich sorgen. Einfach nur Kopf ausschalten und loslegen.

In manchen Lebensphasen ist das leichter gesagt als getan. Da kostet es mich anfangs Überwindung, wie auch dieser Text hier gerade. Doch bis jetzt hat meine Erfahrung gezeigt, dass sobald der erste Absatz geschrieben ist, die Wörter einfach fließen.

Nicht noch mal drüber lesen. Unperfekt veröffentlichen. Kreativität ist in erster Linie für die Schaffenden, nicht fürs Publikum.

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